Die 9 teuersten Fehler nach einem Unfall

Nach einem Verkehrsunfall steht man vielleicht unter Schock oder hat übermäßig viel Adrenalin im Blut - nicht die besten Voraussetzungen, besonnen und klug zu handeln. Deshalb ist es sinnvoll, sich vorab schlau zu machen, wie man richtig handelt. Folgende Liste kann man auch bei den Mitarbeitern in die Fahrzeuge legen.

  1. Unfallstelle nicht richtig absichern Sofort Warnblinkanlage einschalten und außerhalb von Ortschaften ein Warndreieck mindestens 100 Meter vor der Unfallstelle aufstellen. Ereignen sich wegen fehlender oder mangelnder Absicherung Unfälle, drohen Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung, mindestens jedoch ein Verwarnungsgeld von 30,- €.
  2. Die Polizei nicht rufen Nur die Unfallaufnahme durch sie garantiert, dass der Unfallgegner den Sachverhalt später nicht auf den Kopf stellen kann. Übrigens: Ruft einer der Beteiligten eines Unfalls die Polizei, dann kommt sie auch- selbst bei leichten Blechschäden.
  3. Die Wagen zu früh beiseite fahren Bei größeren Schäden erst die Position der Fahrzeuge mit Kreide markieren, ausgiebig aus unterschiedlichen Perspektiven fotografieren. Bei Bagatellunfällen muss der Wagen möglichst schnell aus dem Verkehr gezogen werden, sonst droht ein Verwarnungsgeld von 35,- €.
  4. Nicht alle Daten aufnehmen. Wer ist der Halter des anderen Autos? Wo ist dieser Wagen versichert? All das muss festgehalten werden. Auch den personalausweis des Unfallgegners zeigen lassen. Und: sein Kennzeichen notieren, die Schäden fotografieren. Weiß der Unfallgegner seine Versicherung nicht: 0180/25026 anrufen. Bei dieser Hotline lässt sich übers Kfz-Kennzeichen jede Versicherung sofort ermitteln.
  5. Schaden ohne Versicherung regeln wollen Vorsicht, wenn Ihr Unfallgegner einen Schaden gegen ein sofort oder später zu zahlendes Handgeld begleichen will. Kein Laie kann die Höhe eines Unfallschadens sicher einschätzen.
  6. Schaden nicht selbst der gegnerischen Versicherung melden Unterlässt oder verzögert Ihr Unfallgegner die Meldung des Schadens bei seiner Versicherung, kann sich die Abwicklung verzögern. Als Geschädigter sollten Sie deshalb schnellstmöglich selbst bei der gegnerischen Versicherung eine Schadensmeldung machen, am besten über einen Anwalt damit kein Anspruch vergessen wird.
  7. Falsche Schadensmeldung abgeben Auch wenn Sie aus Versehen falsche oder widersprüchliche Angaben (z.B. Vorschäden) machen, kann es zu Komplikationen bis hin zur Zahlungsverweigerung kommen. Die schriftliche Schadensmeldung also sorgfältig ausfüllen!
  8. Ohne Rücksprache mit der Versicherung entscheiden Nehmen Sie als Ersatzauto etwa einen zu teuren Mietwagen, bleiben Sie hinterher auf einem Teil dieser Kosten sitzen.
  9. Selbst mit der gegnerischen Versicherung kämpfen Verzögert die Versicherung Ihres Unfallgegners die Begleichung des Schadens, kürzt oder verweigert sie gar Zahlungen, holen Sie sich gleich Hilfe beim Rechtsanwalt und Kfz-Sachverständigem. Als Geschädigter haben Sie einen Anspruch auf Fachservice- auf Kosten der gegnerischen Versicherung.

13.06.2018 19:47 Alter: 181 Tag(e)
Kategorie: Startseite, Homepage-News

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