Können wir von KI lernen?

Ich nutze KI inzwischen fast täglich: Sie hilft mir beim Schreiben, beim Strukturieren von Gedanken, wenn ich etwas nachschauen möchte oder wenn ich kreative Ideen brauche. Einer der schönsten Momente war, als GPT meinem Neffen und mir live die Regeln von "Die Siedler von Catan" erklärte. Da habe ich gemerkt: KI ist wie ein hilfreicher Chat-Freund und auch Lehrer, der immer sofort zur Stelle ist.

Statt 41 Seiten Anleitung durchzulesen, erklärt mir die KI in aller Kürze was ich wissen muss. Und natürlich kann ich auch später spezifische Fragen stellen. Was ist das für ein Luxus, den ich mir in meiner Jugend hätte niemals vorstellen können!

Besonders klar wurde mir das, als ich über die Einrichtung eines Smart-Home-Systems nachdachte. Früher musste man in alten Fachbüchern nachschlagen oder den Nerd von der Arbeit fragen – manchmal dauerte es Tage, bis man eine Antwort bekam. Dann gab es Youtube-Filme, in denen man minutenlang scrollte, um an die interessante Stelle zu kommen, nur um festzustellen, dass das doch nicht die Antwort auf die Frage war. Heute frage ich chatGPT oder Gemini und in wenigen Minuten erklärt es mir, wie ich die Geräte verbinde, welche Probleme auftreten könnten und wie ich alles absichere. Sofortiges Expertenwissen – egal ob es um Nähen, Elektrik oder Technik geht.

Daraus habe ich einiges fürs Lernen mitgenommen:

  • KI als Lernbegleiter: Sie zeigt mir, was ich noch nicht weiß, und hilft mir, die richtigen Fragen zu stellen. So lerne ich viel schneller.
  • Neuer Medienwandel: Früher mühsame Anleitungen, dann YouTube – heute die KI, die direkt auf meine persönliche Frage antwortet.
  • Ergänzung statt Ersatz: KI soll uns unterstützen, nicht verdrängen. Wie ein Hammer unsere Muskeln erweitert, erweitert KI unser Denken.
  • Umgang mit Wissen: KI verändert, wie wir Wissen sammeln und nutzen. Am Ende entscheiden wir selbst, wie wir damit umgehen.
  • Lernwege selbst bestimmen: KI erklärt geduldig und freundlich, so oft, bis ich es verstanden habe – ohne dass ich mich blöd fühlen muss.
  • Manchmal hat KI seine Tücken, die man als Poweruser bald erkennt: Haluzinationen und vor allem oberflächliche Abhandlungen. Wer sich auskennt, kann diese Effekte recht gut managen.
  • Aber Achtung! Gefahr der Bequemlichkeit: Wenn man KI nur nutzt, um schnelle Antworten zu kopieren, verlernt man, tiefer zu denken. So wie Social Media und Google Maps kann KI das Gehirn träge machen.

Mein Fazit:
KI ist ein mächtiges Werkzeug, um Lernen persönlicher und effizienter zu machen. Aber wie bei Zucker gilt: In Maßen genießen. Sonst gibt’s nur schnelle Kicks, aber kein echtes Verständnis.

Wenn Sie Fragen zur KI-Nutzung haben, dann melden Sie sich gerne bei mir.

Mick Nitschke
mick@platzhirsche.net